Donnerstag, 16. April 2009

Mein Urlaub während der Osterferien vom 02. bis 11. April 2009

Tag 9 – 10. April 2009


Genau wie am Donnerstag, wurden wir auch an diesem Morgen kurz nach 7 Uhr vom Bus abgeholt und an den Hafen gebracht, was allerdings noch zeitiger aufstehen bedeutete – schließlich mussten wir vorher noch im Hostel auschecken. Dementsprechend waren wir alle erstmal ein wenig kaputt und schliefen promt erst mal ein, sobald wir auf dem Schiff waren. Diesmal war es ein größeres, mit 300 Passagierplätzen, die jedoch nicht annähernd voll besetzt waren. Das größere Schiff brachte uns auch viel schneller wie bereits am Vortag an den beiden anderen kleinen Uralubsinseln, Daydreamisland und Hayman Island vorbei, bevor wir eine längere Reis bis hinter die ganze Inselgruppe zum Great Barrier Reef antraten. Da der erste Teil der Schiffsfahrt nicht anders war als am vorigen Tag, war es auch halb so schlimm, dass wir fast die ganze Fahrt verschliefen. Später gingen wir jedoch an Deck und genossen die Fahrt, bis man kein Stückchen Land mehr sehen konnte. Mitten auf dem Riff befand sich eine Basis, an die wir andockten. Hier sollten wir nun über 4 Stunden verbringen. Doch es gab auch genug zu tun: gleich zubeginn warfen wir uns erst einmal in unsere Wetsuits und ab gings zum Schnorcheln. Und das war schon an ganz schöner Unterschied zum vorigen Tag: Einfach herrlich war es, zwischen den verschiedenen Korallen am Riff zu schnorcheln und ihre zahlreichen Farben und Formen zu erkunden, die von Gelb über Orange und Ocker bis Rosa, Rot und sogar Tiefblau reichten. Dazwischen schwammen die verschiedensten Fische. Obwohl wunderbar farbenprächtung und wunderschön, sah es zunächst so aus, als würde einem immer wieder dieselbe Art Fisch vor die Schnorchelbrille schwimmen. Doch mit der Zeit entwickelte man ein geübteres Auge und nun konnte man auch die ganze Farben- und Formenpracht der Fischwelt entdecken. Wir sahen Schwärme ganzer kleiner blauer, neon farben leuchtender Fische, orange-weiß gestreifte Clownfische, längliche, gelblich leuchtende Trompetenfische, riesige blau schimmernde Fische und ihre matt-rot schimmernden Weibchen, völlig schwarze Fische mit organgenen Flossenenden, usw. Es war wirklich eine Pracht!! Mehr als eine Stunde verbrachte ich so im Wasser, bevor ich wieder zum Schiff schwamm. Dort aßen wir uns erst einmal am Buffet satt, das einiges zu bieten hatte: Krabbensalat, Garnelen, Muscheln, Tortillas und verschiedene Salate und Aufschnitte sowie Käse zum Füllen, Hähnchenschenkel usw. Wasser und Kaffee gab es auch hier wieder umsonst dazu. Dann erkundeten wir ein wenig die Basisstation: Wir fuhren mit einem Bott noch mal aufs Meer hinaus, welches mit Glasscheiben ausgestattet war sodass wir uns die ganze Pracht noch einmal imm Trockenen und mit Erklärungen ansehen konnten, sonnten uns ein wenig auf dem Sonnendeck und besuchten das Glasboden Boot. Es gab auch eine riesige Rutsche, es wurden massagen angeboten und man konnte von der Station aus durch riesigge Glasscheiben das Treiben im Wasser beobachten. Viel zu schnell ging die Zeit auf dem Boot um, und wir mussten schon wieder die Heimreise antreten. Wir schliefen nach den letzten anstrengenden Stunden und im Hinblick auf die bevorstehende lange Heimreise (wir wollten die 1000 Kilometer immer abwechselnd die nacht hindurch zurücklegen) auch recht schnell wieder ein, schließlich gab es auf der Rückfahrt nix neues mehr zu entdecken.
Wieder an Land, ging es auch gleich los. Doch wir ahnten schon unheilvolles, als einie riesige Wolkenwand aufzog. Und wie hätte es auch anders sein sollen: Natürlich setzte bald wieder ein heftiger Regen ein. Dunkel ware es ja schon gleich geworden, nachdem wir losgefahren waren, und so sahen wir uns wieder den gleichen Bedingungen ausgesetzt, wie schon auf der Hinreise. Entnervt hielten wir schon im nächsten größeren Ort, MacKay, nach nur wenigen Kilometern Fahrt an, da wir einfach nicht mehr weiter fahren konnten (es war zu dunken, der Regen zu heftig, oft fuhren wir durch Straßenabschnitte mit Aquaplaning). Dann wurde uns unfreiwillig noch eine neue Erfahrung zuteil: Zu Ostern geht in Australien so gut wie gar nichts. Es war noch nicht wirklich spät, aber es war wahnsinnig schwer, eine Unterkunft zu finden und die ersten Versuche schlugen alle fehl. Schließlich konnten wir doch noch etwas finden. Stacey und ich verbrachten die Nacht wieder im Auto, schwatzten noch recht lang und schliefen schließlich irgendwann ein.

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