Tag 3 – 04. April 2009
Nachdem wir morgens erst mal ein wenig mehr Schlaf brauchten, um nach der halb durchzechten Nacht wieder ordentlich auf die Beine zu kommen, waren wir so gut wie die einzigen die noch im Camp waren, als wir gegen 9:30 Uhr aufstanden. Was natürlich auch seine Vorteile hatte: Der Essbereich war leer und wir konnten in Ruhe frühstücken und auch die Duschen und Waschräume waren alles andere als überfüllt. Und wir hatten ja noch den ganzen Tag vor uns, um die Insel genauer zu erkunden. Schließlich machten wir uns auf den Weg zu den Champaigne Pools, bei denen wir auch einige Zeit verweilten und uns vom Tripp erholten (die Jungs konnten es ganz schön übertreiben mit dem Auto – sie nahmen wirklich jeden Hügel auf dem eh schon sehr unebenen, sandigen Boden der Insel mit dem Auto mit, sodass wir im Auto regelrecht hin- und herflogen und preschten durch jede Pfütze, dass das Wasser nur so spritzte – was jedoch wahnsinnig Spaß machte ^^).
Der nächte Halt war Indian Heads. Wir erklommen die Hügel und genossen die herrliche Aussicht auf die Insel, die Dünen, den Strand und das Meer – herrlich! Der Aufstieg und die Anstrengung hatten sich gelohnt, besonders da ich dort auf meinem letzten Tripp noch nicht gewesen war, da wir ja mit dem Auto stecken geblieben waren und somit einiges an Zeit verloren hatten.
Den Rückweg konnten wir dann leider weniger genießen – wir waren mit dem Auto am Strand unterwegs, wohl auch etwas zu schnell, als plötzlich eine Welle von links auf uns zukam und wir zu sliden begannen. Das Auto driftete nach links ab, der Fahrer lenkte heftig nach rechts gegen und bremste dabei, sodass wir nun auf die Dünen zupreschten. Bei einem letzten Versuch, den Geländewagen wieder nach links in die richtigen Wege zu leiten, kippten wir um und überschlugen uns. Soviel zum eigenen Auto auf Fraser Island... Zum Glück waren wir alle angeschnallt, niemandem war etwas passiert und obwohl wir den Tag noch etwas geschockt verbrachten, konnte jeder von uns seine Reise am nächsten Tag wie gewohnt fortsetzten. Zum Glück campte ein Pärchen gleich hinter der Düne, die uns mit allem nötigen versorgten und einen Rettungswagen riefen. Wir wurden alle durchgecheckt, konnten aber bis auf 2 Personen, die nach einem Schlag auf den Hinterkopf ziemlich unter Schock standen und mit dem Heli ins Krankenhaus gebracht wurden, sofort wieder ins Camp gebracht werden. Auch die beiden armen Krankenhäusler konnten dieses noch am selben Tag wieder verlassen.
Bis auf den Schock und eine kleine Selbstbeteiligung für den geschrotteten Geländewagen kamen wir also noch einmal mit dem Schrecken davon!
Wieder im Camp, mussten wir natürlich erstmal einen riesigen Fragenschwall aller anderen über uns ergehen lassen, bevor wir uns eine ausgiebige Dusche, Pasta mit Tomatensoße, ein Gläschen Wein und ein paar Schmerztabletten (durch den heftigen Aufprall hatten ich und einige andere von uns noch ziemliche Rückenschmerzen) gönnten und schliefen recht zeitig ein. Was für ein Tag!

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