Mittwoch, 25. Februar 2009

25.02.2009 Sonnenuntergang im Unicentral

Mehr muss man dazu wohl auch gar nicht sagen:

(1) mein Appartment
(2) der Pool mit Blick auf die Uni
(3) das Unicentral









Dienstag, 24. Februar 2009

22.02.2009 – 3. und letzter Tag auf Fraser Island

Nachdem auch unser letzter Tag auf Fraser mit einer ausgiebigen Dusche und einem noch ausgiebigeren Frühstück wunderbar gestartet war, fuhren wir mit den Troopies zu Lake McKenzie, dem bekanntesten und daher auch zur Abwechslung mal etwas besser besuchten See der Insel. Und obwohl alle Seen, die wir hier bereits gesehen hatten, ihren ganz eigenen Charme und Reiz ausstrahlten, wussten wir sofort als wir ankamen, warum dieser Lake so gut besucht ist: Endlos lange, weiße und unglaublich feinkörnige Sandstrände konnte man hier finden, umsäumt von Schatten spendenden Bäumen. Das Wasser war türkisblau, je nach Wassertiefe etwas heller bzw. dunkler. Und obwohl es auch der größte See der Insel war, waren wir so begeistert von der Stille auf dem See, die nur durch das Zirpen und Zwitschern der Tiere unterbrochen wurde, dass wir (noch zwei andere Mädels und ich) etwas schräg bis ans andere Ufer schwammen und dort unseren ganz eigenen Sandstrand für ein paar Minuten genossen ^^ Einfach unbeschreiblich toll! Hier am See hatten wir auch die längste Zeit um etwas zu entspannen, aber auch im See rumtoben und es ging erst zum Mittag zurück zum Camp. Dort packten wir nur noch unsere Sachen zusammen und räumten alles auf, dann fuhren wir zu unserer letzten Station unserer Reise: Der Central Station, einem kleinen Camp mit Barbeque-Plätzen, Sitzbänken und einem kleinen Infohäuschen mitten im Regenwald! Hier genossen wir auch noch einmal jeder einen Wrap unter den Dächern der offenen Hütten und beobachteten dabei den einzigen Regen den wir an diesem Wochenende hatten (und der nirgendswo anders besser hingepasst hätte als eben in den Regenwald!^^).

Anschließend nahmen wir noch einen kleinen Rundgang durch den Rain Forest, vorbei an einem kleinen Bach und gigantischen Bäumen, endlos langen Lianen und riesigen Blättern, Königsfarnen (die übrigens nur hier wachsen und lediglich durch das Wasser aufrecht stehen, da sie selbst keinen Zelldruck besitzen), und allerlei seltsam und exotisch aussehenden Pflanzen. Wahnsinn!!!

Im Anschluss daran traten wir die Rückreise an, genossen noch einmal die huckelige und buckelige Fahrt duch die Sandinsel und die Überfahrt aufs Mainland und waren am Ende auch froh, als wir alle wieder bei unserer Dusche und unserem Bett an der Sunshine Coast angekommen waren =o)

Den Abend ließ ich noch mit ein paar Freunden beim Barbeque ausklingen.

Ein absolut perfektes Wochenende, das besser nicht hätte sein können!!!

(Pics: Lake McKenzie und 3x der Rain Forest)




21.02.2009 – Mein Zweiter Tag auf Fraser Island

Trotz einigem an Krabbel-, Flug- und Summviehzeug in unserem Zimmer waren wir nach unserem ersten Tag auf Fraser so kaputt gewesen, dass wir die ganze Nacht durch schliefen und morgens frisch und munter erwachten. Dann hieß es erst mal eine ordentliche Dusche nehmen, bevor wir uns vom Frühstück verwöhnen ließen: es gab Toast, Honig, Nutella und Marmelade, Erdnussbutter, frisches Obst, Rührei, Bacon, Tee, Kaffee, Milch, Cornflakes, Saft und was das Herz am Morgen sonst noch so alles begehrt.
Frisch gestärkt konnte es dann auch in den Tag gehen und im Nachhinein war die Stärkung auch dringend nötig, denn den Weg zum Lake Boomanjin, der an diesem Tag als erstes auf dem Programm stand, legten wir zu Fuß zurück!!! Ausgerüstet mit ordentlichem Schuhwerk, Sonnencreme, Hut oder sonstiger Kopfbedeckung und einer ordentlichen Dusche Insektenspray ging es auf in die Wildnis!

Und der Wald, durch den wir uns ungefähr anderthalb Stunden über Stock, Stein, Düne und durch Geäst quälten, war wirklich ein wahres Erlebnis: es gibt Pink Bloods, Eukalyptus, Kiefern, .... es war wirklich eine Menge! Die Landschaft wechselte immer wieder zwischen dichtem Wald, hohem Gras und endlosen Sanddünen (eine sind wir sogar – der Aussicht wegen – hochgekraxelt – was für eine Anstrengung!!!). Wahnsinn! Auch unsere erste große Spinne konnten wir an diesem Tag bewundern ^^

Völlig verschwitzt und erschöpft kamen wir schließlich am See an, der alle Folter wieder Wett machte: Weit erstreckte er sich zwischen den weißen, sandigen Ufern, umrahmt von den Wäldern der Insel. Auch hier waren wir wieder völlig unter uns und konnten die Ruhe und den See bei einem ausgiebigen Bad und ein paar kräftigen Schwimmzügen genießen. Das besondere am See war seine rötliche Färbung, die durch die im See wachsenden Bäume und deren Rinde zustande kommt. Es hat unglaublich Spaß gemacht, im See zu tauchen und die verschiedenen Rottöne je nach Tiefe und Entfernung vom Ufer zu beobachten!

Nach dem Schwimmen gabs noch ein kleines Sonnenbad, dann gings auf einer sehr holprigen, lustigen Troopietour zurück zum Camp.

Dort war schnell alles für das Mittagessen zusammengesucht: Es gab leichte Wraps, belegt mit frischem Salat, Hühnchen, Schinken, Käse und toller Soße... an diesem heißen Tag genau das Richtige!

Anschließend ging es – diesmal zum Glück mit den Autos ^^ - weiter über den Beach zu den Champaign Pools. Unterwegs ging es vorbei an den Cathedrals, einigen versteinerten Sandfelsen in skurrilen Formationen, und einem alten Schiffswrack (Schiff Maheno), an dem wir auch kurz Rast machten. Die Champaign Pools an sich sind Felsen nahe dem Meeresufer, die durch ihre runde Form und das sich darin ansammelnde Wasser, welches durch die Wellen hin und her gespült und aufgewirbelt wird, an Whirlpools erinnern. Wir genossen es, uns in das badewannenwarme Wasser zu setzen und ein wenig zu entspannen. Herrlich!

Dann ging es auch schon weiter zu Eli Creek, einem kleinen Fluß, welcher aus dem Dschungel des Inselinnern bis zum Meer führt. Wir fuhren am Strand an ihn heran und konnten dann im etwa Knietiefen Wasser sogar ein Stück bis in den Dschungel hinein laufen. Das Wasser war klar und kühl und sorgte so wieder für etwas Erfrischung!
Hier sahen wir auch unseren ersten Dingo (Wüstenhund), zum anfassen nah! Füttern darf man sie jedoch nicht, da sie sonst agressiv werden und in der Vergangenheit auch schon Menschen angefallen haben.

Unsere letzte Station an diesem Tag war Eurong, die größte „Stadt“ auf der Insel. Hier gab es ein paar kleine Hütten von Menschen, die hier im Nichts sogar leben, ein paar Appartments für Backpacker und ein paar kleine Läden. Wir gönnten uns ein Eis und schlenderten ein wenig durch den Laden, dann ging es zurück zum Camp.

Unser Abendessen bestand an diesem Abend aus verschiedenen Sorten von Nudeln und 3 verschiedenen Soßen dazu: Eine eher mexicanisch angehauchte, mit Bohnen Mais und Tomate, eine normale Bolognese und eine Hähnchen-Pilz-Soße. Herrlich!

Auch an diesem Abend saßen wir nur noch ein wenig beisammen und gingen dann schon sehr früh gegen 22 Uhr ins Bett, so geschafft waren wir vom Tag =o)

(Pics: 2x unterwegs zu Lake Boomanjin, Lake Boomanjin, das Schiffswrack Maheno am Strand, 2x die Champaign Pools, 2x Eli Creek)











Sonntag, 22. Februar 2009

20.02.2009-22.02.2009 – Fraser Island Camp, der 1. Tag

Als ich am Freitag Morgen gegen 6:30 Uhr verschlafen vom Wecker aus meinen Träumen gerissen wurde, konnte ich mich noch gar nicht sooo sehr darüber freuen, dass ich nur einen Tag zuvor für Fraser Island nachgerutscht bin, für das es nur ca. 40 bis 50 Plätze für alle Studenten gab. Schließlich war das Wochenende schon verplant und die meisten Leute, mit denen ich in der letzten Woche Freundschaft geschlossen hatte, waren nicht dabei. Aber was mich im Endeffekt an diesem Wochenende erwartete, sollte alle meine Wünsche und Vorstellungen übertreffen...

Mit einer Aussie-typischen anderthalbstündigen Verspätung trafen die sogenannten „troopies“, Geländewagen für 10 Leute, auf dem Parkplatz ein und es hieß nach langem Warten endlich Beladen der Dachgepäckträger. Karla, die einzige, die ich schon wirklich gut kannte, und ich bekamen hinten im Wagen keinen Platz mehr und durften so von Anfang an vorn sitzen! Meine Laune steigerte sich schon deutlich =0)

Schließlich folgten wir erst mal der Schnellstraße bis zum Rainbow Beach, wo wir kurz Rast machten und uns ein wenig im Meer erfrischten. Wahnsinn, wie endlos weit sich der Strand erstreckt und doch war hier kaum eine Menschenseele anzutreffen!

Schließlich ging es mit den Autos weiter bis zur Fähre, wozu wir schon das erste Mal die Straße verlassen und im Sand weiter fahren (bzw. wohl besser driften ^^ ) mussten. Was für eine tolle Erfahrung, mit offenem Fenster am Strand entlang zu düsen und die an der Küste rastenden Vogelschwärme aufsteigen zu sehen!

Die Überfahrt zu Fraser Island war kurz, aber sooo toll! Vor uns endloser Sandstrand, hinter uns endloser Sandstrand, dahinter jeweils grüne, saftige Wälder. Und dazwischen das Meer, indem wir sogar Delfine springen sehen konnten! Leider war ich mit der Kamera etwas zu langsam, um diesen Moment aufzeichnen zu können...

Am anderen Ufer angekommen, fuhren wir weiter den schier endlosen, feinen und weißen Sandstrand entlang, teilweise auch durchs Wasser, zu unserem „Dilli Village“, einem Camp der University of the Sunshine Coast (USC). Dort sollten wir die nächsten 2 Nächte verbringen. Wir bezogen also erst mal die Betten und richteten uns ein wenig ein, dann ging es mit den Troopies querfeldein durch die Insel weiter zu Lake Birabeen. Schon der Weg dort hin war unvergleichlich toll, doch als dann der See vor uns lag, menschenleer, mit ebenfalls feinem, weißen Sandstrand und umrahmt vom Wald der Insel, war es wirklich um mich geschehen. Was für ein Ort! Wir schwammen ein wenig und genossen anschließend die Sonne am Strand. Die Seen auf der Insel sind übrigens Grundwasserseen und bestehen dadurch aus Süßwasser, was das Ganze noch angenehmer macht. Schließlich brachen wir schweren Herzens wieder auf und fuhren ins Camp zurück. Auf dem Rückweg machten wir uns einen Spaß daraus, jeden Hügel des Weges mitzunehmen und spornten den Fahrer an, den Wagen möglichst oft und doll hüpfen zu lassen. Was für ein Spaß! =0)

Wieder im Camp angekommen, wurde auf den riesigen Barbeque-Plätzen gegrillt, dazu gab es frischen Salat. Besonders alt wurden wir an diesem Abend nicht. Nach einer Weile des gemütlichen Beisammensitzens und quatschens wurden wir schnell müde und schliefen bald ein^^.

Nicht jedes Paradies ist ohne Haken - an dieser Stelle sei vielleicht noch kurz unsere Hauptbeschäftigung während des Tages erwähnt. Auf einer so wilden und der Natur überlassenen Insel gibt es natürlich auch vor allem eins: Die verschiedensten Arten von ekligen, beißenden, stechenden und summenden Insekten! Kein Wunder also dass wir oft wild um uns schlugen, uns über die lustigen Gesten der anderen kaputt lachten und nix ging ohne eine gehörige Dusche Insektenspray! ^^ Ob am Strand, während des Tages oder am Abend beim Zusammensitzen: Immer musste man gegen diverses Krabbel- und Fliegviehzeug gewappnet sein! Was am Anfang jedoch noch eher lästig und ungewohnt erschien, wurde zum Ende des Tripps auch eher zu lustigen Momenten, über die man schließlich auch lachen konnte.


(Pics: unsere sog. "troopies" beim Beladen, Rainbow Beach, die Fähre, der Weg zum Camp auf Fraser Island, unser "Bunkhouse" in dem wir im Camp geschlafen haben, 2x Fahrt zu Lake Birabeen, 2x Lake Birabeen)

































20.02.2009 - Wohngegend in Sippy Downs

20.02.2009 - Unicentral

Noch nachgereicht: Eindrücke vom Unicentral

Mittwoch, 18. Februar 2009

16.2.-19.2.2009 – Orientation Week an der University of the Sunshine Coast

Nachdem ich den Montag Morgen also mit einer kleinen Runde Walken und einer Runde Schwimmen im Pool begonnen hatte, ging es das erste mal ab in die Uni. Und dort hieß es dann auch gleich erst mal anstellen für das Foto für unsere ID-Karte... zum Glück wurde uns das warten mit kostenlos Kaffee und Keksen verkürzt! Danach hörten wir uns ein paar Einführungsworte im großen Hörsaal an. Die Professoren einzelner Studienrichtungen stellten sich vor und warben für ihre Fächer. Wir holten uns unsere Sticker für die Krankenversicherung. Schließlich gab es noch einen Überblick über verschiedene Einführungskurse, die in den nächsten Wochen stattfinden würden und – wie sollte es bei den Australiern auch anders sein – ein free Barbeque und anschließend etwas Volleyball! Dort haben wir uns auch für eine erste Surfstunde am nächsten Freitag angemeldet, auf die ich jetzt schon sehr gespannt bin =o) Abends haben wir uns noch gemütlich zusammengesetzt, etwas getrunken und ein wenig geschwatzt.

















(Abends: auf der Terasse zusammensitzen)

Auch der Dienstag war nicht gerade sehr vollgestopft mit Kursen. Wir hörten uns eine Einführung in die Bibliothek an, dann lernte ich meine Mentorin kennen, die mich begleiten und mir bei Fragen zur Seite stehen wird. Sie macht auch einen Masterstudiengang, sodass ich endlich auch mal jemand habe mit dem ich meine ganzen Fragen und Probleme so besprechen kann, schließlich ist sonst jeder den ich bisher hier kennengelernt habe, nur für ein Auslandssemester da! Nach einer längeren Mittagspause gab es dann noch eine Einführung in die IT und das Computersystem der Uni, bevor wir mit dem Bus zum Sunshine Plaza nach Maroochydore fuhren. Das ist ein riesiges Einkaufszentrum, in dem wir erst mal gemütlich bei McDonalds verweilten. Dort habe ich auch noch etwas Deko für mein Zimmer erstanden und versucht Schuhe zu kaufen. Die Kleiderordnung für Diskotheken soll hier wohl sehr streng sein. Man darf keine Flip-Flops tragen und Männer müssen lange Hosen und geschlossene Schuhe haben. Leider ist der Versuch missglückt... ob ich heut abend, bei meinem ersten Diskobesuch in Australien, überhaupt rein gelassen werde, ist also noch fraglich! ^^

Am Dienstag Abend fand dann im Unicentral, meinem Wohnheim, wieder eine große Party – natürlich mit BBQ =o) – statt. Nachdem diese vorbei war, haben wir noch privat zusammengesessen und wieder recht lang gefeiert... Aber schließlich wird der Stundenplan in den nächsten Wochen auch voller werden und dann nicht mehr so viel Zeit dafür bleiben, sodass wir die Gunst der Stunde im Moment noch voll nutzen! ^^

Mittwoch und Donnerstag vormittag habe ich jeweils damit verbracht, einen Einführungskurs ins akademische Schreiben zu Besuchen. Dort konnte man jede Menge wissenswertes über die verschiedenen Abgaben erfahren, die auf mich zu kommen (z.B. Essays und Reports), der Schreibstil und andere formale Kriterien wurden erklärt. Wirklich sehr hilfreich! Jetzt ist mein Kopf jedoch fast erst mal am explodieren, so viel Neues gab es dort für mich.

Mittwoch gab es zusätzlich noch eine kleine Einführung in den Business-Studiengang, sodass ich auch erst später am Nachmittag zurück kam. Wir waren dann noch kurz Einkaufen und haben Abends gemeinsam Spaghetthi Bolognese gekocht. Bereits vor 22 Uhr bin ich an diesem Tag – todmüde von den vergangenen, doch recht langen Abenden – ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen!

Heute (Donnerstag) habe ich nach dem Schreib-Kurs noch einen Kurs über die Zitierweise hier in Australien besucht und bin eben davon zurück gekommen. Gerade wasche ich meine erste Maschine mit dreckiger Wäsche und werde gleich noch mal in den Pool springen, bevor ja heute Abend groß Party ansteht =o)

Und dann muss ich noch packen, denn Morgen gehts ja in aller Früh für 3 Tage zum Fraser Island Camp! Der nächste Bericht folgt dann also nach meiner Rückkehr ^^



































































































(Ein paar Eindrücke von der Uni)












(Das Sunshine Plaza von außen)

15.02.2009 - Mooloolaba Beach und einiges mehr

Die letzten Tage waren bei mir etwas sehr voll, deshalb komme ich leider erst jetzt wieder dazu, mal etwas zu schreiben und von meinen Erlebnissen zu Berichten. Hier ist ständig etwas los und ich bin zur Zeit fast nur unterwegs. Wenn die Vorlesungszeit bei mir am 2.3. erst mal startet, werde ich sowieso nicht mehr so viel Zeit haben.

Die erste Nacht hier in meinem Appartment habe ich gut überstanden und auch viel geschlafen. Vom Jetlag keine Spur. Morgens gegen 10 bin ich dann aufgestanden, habe mich mit dem Mädel getroffen, das mir mein Linen Pack (Bettwäsche, Handtücher, Bürozeugs usw.) verkauft hat, getroffen, und anschließend im Zimmer Ordnung gemacht, den Rest ausgepackt, das Bett bezogen und ein paar Bilder von Freunden und Verwandten an die Wand gehängt, die ich aus Deutschland mitgebracht hab. Jetzt siehts im Zimmer schon viel gemütlicher aus!

Gegen Mittag bin ich dann zu Katie rüber, die im anderen Wohnheim, dem Varsity, wohnt. Ihr australischer Mitbewohner hat uns mit an den Strand genommen und so haben wir den Nachmittag dort verbracht und einfach ein bisschen relaxt. Ich war auch total beeindruckt, wie gut und durchtrainiert alle sind, die hier zu Hause sind. Im Sommer treiben die Australier so viel Sport an der frischen Luft, dass sie alle topfit sind. Richtig Dicke sieht man wahnsinnig selten. Auf den kleinen Wege zwischen dem Wohngebiet in dem auch mein Wohnheim steht, wimmelt es morgens nur so von Joggern, der Strand ist voll von Surfern, überall sind Beachvolleyball- und Tennisplätze. Wahnsinn!!!

Das Wohngebiet in dem das Wohnheim steht erinnert im Übrigen sehr stark an einen typisch amerikanischen Vorort. Kaum befahrene, breite Straßen mit einem Einfamilienhaus nach dem andern. Sie sind nur eingeschössig gebaut, häufig aus kleinen Steinen, mit riesigen Vorgärten und viel Bepflanzung. Die Häuser sind, da nur 1 Etage, oft recht groß in der Fläche. Es gibt großzügige Eingänge, oft sogar mit Treppe und Geländer, Säulen und Veranda. Oft sind auch die Garagen genauso groß wie das Haus ansich ^^. Die Zeitungen liegen vor der Tür, weil sie wie in Amerika vom Zeitungsjungen nur von der Straße aus zusammengerollt zum Haus geworfen werden. Die Grundstückspreise sollen hier sehr niedrig sein, da es genügend Land gibt und auch die Häuser sind echt erschwinglich. Kein Wunder also, dass man solche riesigen Wohngebiete vorfindet.

Am Sonntag Abend haben wir übrigens noch im Varsity gegrillt. Jedes der beiden Wohnheime hat mehrere Barbequie-Plätze. Obwohl ich relativ zeitig zu mir wieder gegangen bin, hat mich in der Nacht zum Montag dann jedoch doch der Jetlag erwischt und ich konnte einfach nicht einschlafen, schließlich war zu Hause ja noch hellichter Tag. Nur zwischen 4 und kurz vor 6 hatte ich ein wenig schlaf, bevor ich den Montag morgen mit einer kleinen Joggingrunde und einem anschließenden Sprung ins kühle Nass des Pools begonnen habe. Ich war auch nur wenige Meter zum Joggen unterwegs, als plötzlich mitten auf dem Weg ca. 5 bis 6 Känguruhs saßen! Ganz friedlich gucken die einen an. Ich war total begeistert! Auch die Wege zum Joggen sind total toll! Es gibt viele Parks und kleine bis mittlere Seen und die ganzen Wohngebiete mit ihren Einfamilienhäusern, zwischendursch schlängeln sich die Wege. Alles blüht und grünt und man fühlt sich einfach wie im Märchenland! Am Pool war natürlich morgens um die Zeit außer mir auch noch keiner, sodass ich ganz in Ruhe meine Züge durch das kühle Wasser nehmen und die Sonne sowie den tollen Blick auf die Uni genießen konnte. Da es hier keine Sommerzeit gibt, geht die Sonne bereits gegen 5 Uhr auf, aber schon gegen 19 Uhr wieder unter. Wennn mal also morgens 6 Uhr aufsteht, ist es schon ca. 25 Grad warm und die Sonne scheint! Ein paar Regengüsse haben wir zwar auch schon erlebt. Das sind jedoch nur kurze, aber dafür heftige Wärmeschauer, die schnell vorbeiziehen und auch gar nicht so schlimm sind, da der Regen so wunderbar warm ist.

Soviel also zu meinen Erlebnissen bis Montag morgen. Ich muss jetzt erst mal weiter zur Uni!

Liebe Grüße an alle zu Hause!!!






























(Pics: Mooloolaba Beach und Strandpromenade & Hafen Mooloolaba)

Montag, 16. Februar 2009

14.02.2009 – Ankunft an der Sunshine Coast – erste Eindrücke

Man glaubt ja eigentlich dass man nach insgesamt ca. 35 Stunden reisen und nur kurzzeitigem Schlafen irgendwann so müde ist, dass man sich kaum noch auf den Beinen halten kann. EIGENTLICH!

Als ich in meinem so genannten „Wohnheim“ ankam, bereits schwer beeindruckt von der Freundlichkeit des Busfahrers und der wunderbar grünen Umgebung, war ich eigentl

ich sowieso schon wieder hellwach und hellauf begeistert. Und dann kam ich ins Unicentral Gelände... Das erste was man sieht, sind erst mal viele Grünpflanzen, viel Rasen, viele Blumen und dann lugen dazwischen als erstes ein Tennisplatz und ein paar kleinere, bungalowähnliche, weißgestrichene Holzhäuser hervor. Das erinnert einen so sehr an Urlaub, dass man sich nur schwer vorstellen kann, in einem Wohnheim zu leben! Ich wurde dann zu mienem Appartment geführt und spätestens dann war es endgültig aus, denn besser hätte ich es mit der Lage nicht treffen können: Gleich

hinter dem Haus in dem ich wohne führt der Weg zur Uni lang und ich bin morgens somit nur 5 min. unterwegs. Und das allergrößte: mein Zimmer liegt direkt neben dem Pool (auf der linken Seite) und dem Barbeque- Platz (auf einer Rasenfläche vor meinem Eingang)!

Wenn man das Appartment betritt, kommt man als erstes in den großzügigen

Gemeinschaftsraum mit Küche, Tresen, Sofas, Fernseher und Tür zum Balkon. Von diesem Raum teilen sich dann die 4 einzelnen Zimmer ab. Die Zimmer an sich sind nicht besonders groß, aber absolut ausreichend. Es gibt ein riesen Bett und viel zu viel Platz im Schrank um die wenigen Klamotten zu verstauen, die mit aus Deutschland gekommen sind =o)

Jeder hat sein eigenes Bad. Ebenfalls eher klein, aber fein.









Und mit den Mitbewohnern habe ich echt Glück

gehabt! Es sind 2 Mädchen, die beide gerade mal im ersten Semester studieren und wahnsinnig lieb sind und mir bei allem helfen, was ich hier nicht gleich hin bekomm, und ein Typ der sowieso kaum da ist ^^

Nachdem ich also die ersten Sachen ausgepackt, geduscht und einen Plausch mit meinen Flatmates gehalten habe, ging es erst mal mit Lennart und Katharina zum Einkaufen.... und das dauerte seine Zeit! Insgesamt verbrachten wir ca. 4,5 Stunden im Warehouse und dem Supermarkt, um uns mit allem Nützlichen für Küche, Bad, Kühlschrank und unsere Zimmer auszustatten. Für das geplante Barbeque war es dann auch zu spät, also haben wir nur noch ein wenig zusammen gesessen und Bier getrunken. Aber nicht etwa allein! Es ist hier wohl absolut normal, dass man 5 Stunden braucht, um von einem Ende des Wohnheimsgeländes zum anderen zu gelangen, weil man ständig aufgehalten wird. Auf den meisten Terassen sitzen die Studenten und reden, oder sitzen am Pool zusammen. Und man kann nirgendwo vorbeigehen, ohne gefragt zu werden, wie es einem geht und ob man nicht kurz ein Weilchen bleiben will. Auch Deutsche haben wir schon am ersten Abend einige kennen gelernt, inzwischen ist unsere Gruppe auf (kurz durchzählen ^^) ca. 15 Leute angewachsen. Aber das sind längst nicht alle Deutschen, die man hier trifft! Wir treffen uns aber auch viel mit Australiern, Schweden und Amerikanern. Ich kann jetzt schon kaum noch die ganzen Namen behalten, all der Leute, die man hier so kennen lernt und bin sehr gespannt, wie sich das noch weiter entwickeln wird!

Sonntag, 15. Februar 2009

12.02.2009 – Endlich ist es soweit! Abflug nach Australien

Der lang ersehnte Tag war nun also gekommen. Die Reisetasche und der Rucksack wurden ins Auto gepackt und schon gings ab nach Frankfurt. Dort kamen wir auch schon gegen 19 Uhr an, sodass wir noch genügend Zeit für ein leckeres Abschiedsessen beim Mexicaner hatten. Der Abschied fiel weniger schwer als gedacht – kaum verwunderlich, bei dem Reiseziel und außerdem hatte ich am Flughafen auch schon Katharina und Lennart getroffen, mit denen ich den Flug verbringen würde.

Was gibt es also zum Flug zu erzählen? Die erste Strecke führte uns bis Singapur. Dadurch, dass wir erst nachts halb 12 gestartet waren, sind wir alle gleich nach dem – übrigens wirklich sehr leckerem!!!) Nachtmahl eingeschlafen und alle erst gegen Morgen zum Frühstück wieder munter geworden. Trotz wenig Beinfreiheit und Sitzplatz gelang es uns, dank Quantas Decken, Kuschelsocken und Kissen eine einigermaßen gemütliche Schlafposition zu finden =o)







Mittags 12 Uhr (noch nach unserer Zeitrechnung sind wir dann ungefähr in Singapur gelandet und konnten dort, während wir auf unseren Anschlussflug warteten, quasi direkt nach dem Frühstück auch schon den Sonnenuntergang beobachten, den nach nunmehr 7 Stunden Zeitverschiebung war es dort inzwischen bereits 19 Uhr Abends. Was für ein komisches Gefühl!!!

Obwohl wir nicht viel von Singapur gesehen haben, noch ein paar kurze Eindrücke: Beim Anflug konnten wir uns von einem wundervollen Bild der Hafenstadt, vor der zahllose Schiffe lagen und sich im vom Licht der untergehenden Sonne rot schimmernden Wasser spiegelten, verzaubern lassen. Die Silhouette der Stadt selbst faszinierte mit ihren Hochhäusern, die im Dunst des Abends sofort hinter der Küste aufragten. Ein wirklich beeindruckender Anblick! Selbst der Flughafen bereitete mit seinen Palmen, seiner Beleuchtung und der Farbgestaltung einen exotischen Anblick.










Doch dies alles sollte den Eindrücken der folgenden Stunden noch kaum das Wasser reichen!

Nach wenigen Minuten Aufenthalt ging es gegen 20 Uhr Ortszeit in Singapur weiter. Schlafen konnte ich in dieser Nacht kaum – eigentlich war es ja auch gerade mal Mittag gewesen! Das Entertainmentprogramm der Quantas ließ jedoch auch gar keine lange Weile aufkommen und beschäftigte uns mit Nachrichten, TV, einer breiten Filmauswahl, Videospielen und Radio. Am Ende der nochmals 7 Stunden Flug wurde uns noch einmal ein leckeres Frühstück gereicht, dann ging es auch schon an den Landeanflug nach Sydney. Und diesen Anblick werde ich

wohl nie vergessen! Wir bogen in einer halben Drehung auf die Stadt zu, die im rosa bis orange schimmernden Licht der aufgehenden Sonne vor uns lag

. Zahlreiche Flüsse und Meeresbuchten durchfurchten das Zentrum der Stadt und spiegelten das Sonnenlicht ebenso wieder wie die endlosen Fenster der riesigen Bürogebäude im Business District. Weiter zum Rande der Stadt wurden die Häuser kleiner und verliefen in ein grünes Dickicht aus Palmen und anderen Bäumen. Ich bin immer noch so beeindruckt, dass ich dafür kaum Worte finde!


(Der dunkle Fleck auf dem Bild ist übrigens der Teil der Welt, in dem es zur Zeit Nacht ist. Man konnte so total super beobachten, wie wir immer wieder die normale Tageszeit praktisch "eingeholt" haben ^^)

Nur ein kurzes Stück außerhalb von Sydney sind wir dann auch gelandet und ich trat das letzte Stück der Reise bis zum Airport Sunshine Coast allein an. Dort angekommen, Wurde mein Blick sofort eingenommen vom dem fast an Urwald erinnernden Dickicht aus Palmen und anderem grün. An diesem Tag herrschte eher Nieselwetter, was die grüne Landschaft noch viel lebendiger und saftiger wirken ließ. Schließlich wurde ich von meinem Busfahrer in Empfang genommen, der mich bis zum „Wohnheim bringen sollte. Schon während der Fahrt lernte ich den typischen Australischen Charme und die Offenheit und Herzlichkeit der Aussies kennen und schwatzte mit dem Busfahrer drauf los, sodass die kurze Zeit bis zum Apparment wie im Flug verging.

Was für eine Reise!!!!!