Eigentlich hatten Katie und ich für den Montag, dem Tag an dem wir unter der Woche beide frei haben, geplant, in Mooloolaba die Underwaterworld zu besuchen. In der Nacht von Sonntag zu Montag sollte auch ihre beste Freundin Yvonne aus Deutschland für ein paar Wochen zu Besuch kommen und wir planten das ganze zu dritt. Leider kam dann allerdings mal wieder alles anders als wir dachten: Yvonne hatte keinen Abholservice vom Flughafen gebucht und saß mitten in der Nacht dort fest. Nach einigen Bemühungen, irgendwie einen Bus oder Shuttle aufzutreiben, die jedoch erfolglos blieben, machte ich mich also morgens 6 Uhr mit Katie auf den Weg, sie vom Flughafen in Brisbane abzuholen. Wir waren dann auch erst gegen 9 wieder in Sippy Downs und jetzt musste Yvonne natürlich erst mal richtig ankommen und so ließen wir die Underwaterworld leider doch sausen und fuhren nur nachmittags an den Strand in Alexandra Headlands. Dieser Strand ist viel weniger besucht als der Mooloolaba Beach und wir konnten in Ruhe ein paar Stunden entspannen. Abends war dann mal was ganz neues angesagt: Barbeque im Varsity! =o) Zur Abwechslun gab es aber lecker getoastete Brötchen mit Garnelen und gedünstetes Gemüse und Salat dazu. Schließlich ging es für mich relativ zeitig zu Bett, da ja am nächsten Tag die ersten Vorlesungen auf dem Plan standen.
Und schließlich war es also so weit. Meine erste Vorlesung war in Information Systems. Obwohl ich am Anfang vor diesem anscheinend doch etwas informatiklastigen Fach bibberte, war alles halb so wild. Es ging mehr um die Möglichkeiten, die Informations- und Kommunikationstechnologien dem Unternehmen bieten, als ums technische Verständnis. Wir nahmen einige Fallstudien durch, was das ganze noch bildlicher machte und hielten uns sehr ans Buch, sodass ich gut mit kam. Die erste Hürde war also geschafft! Dann ging es weiter mit Marketing Research. Dieser Vorlesung konnte ich besonders gut folgen, da die Dozentin sehr deutlich und langsam sprach. Auch sie hielt sich sehr ans Buch und der Inhalt versprach nicht allzu schwer zu werden. Definitiv ebenfalls ein machbarer Kurs.
Sehr witzig war übrigens, dass in beiden Kursen nicht ein einziger Australier saß. Wir waren jeweils eine sehr durcheinandergewürfelte Truppe mit einigen Deutschen, Norwegern, Dänen, Schweden, Österreichern, einer Brasilianerin, einem Koreaner, einer Chinesin, ein paar Franzosen,.... Wir haben auch eine sehr überschaubare Kursgröße von ca. 18 Leuten, was das zuhören und mitarbeiten sehr angenehm macht. Einige Leute habe ich im Laufe der Woche dann auch schon etwas besser kennengelernt, auch wenn es hauptsächlich wieder mal Deutsche waren ^^ Insgesamt also sehr angenehme erste Eindrücke vom Unileben!!!
Wieder in den Appartments angekommen, ließen wir den Abend mit etwas Pool, Volleyball und Pizza ausklingen und fuhren am Abend schließlich noch nach Minyama, einem kleinen Ort südlich von Mooloolaba. Hier wohnen einige Leute, die ich schon kennengelernt habe, in einem Haus direkt am Fluß. Alles an dieser Wohngegend hier war beeindruckend und ich genoss den Abend in vollen Zügen! Die Häuser waren alle groß, weitläufig, modern und ziemlich dekadent. Die Zimmer innen hell und groß, mit schwarzen Ledersofas und Sesseln und einer großen Küchentheke. Die Terasse war überdacht und zeigte zur Flußseite. es gab auch einen Steg, der zum Fluß führte und auf dem wir auf den Liegen ein wenig chillten. Der Blick von hier auf die anderen Häuser und Stege mit ihren Yachten im Flußsystem war einfach nur beeindruckend!!! Am liebsten wäre ich hier gar nicht wieder weg gegangen, aber auch dieser Tag ging schließlich zu Ende.
Der Mittwoch ist mein Vorlesungsfreier Tag. Ich Schlief aus, erledigte ein paar Dinge für die Uni, relaxte ein wenig am Pool und fuhr schließlich mit den Jungs nach Maroochydore, um unser Auto auch noch ordnungsgemäß anzumelden. Wieder zurück, widmeten wir uns wieder dem Pool, dem Volleyball Feld und schließlich mal wieder – wer hätte das gedacht – dem Barbequeplatz ^^
Am Donnerstag stand dann erst mal Kurs Numero drei auf dem Plan. Ich hatte ja schon ein wenig ins Buch dieses Rechtkurses hineingelesen und zum größten Teil nur Bahnhof verstanden. Es ist ja so schon in deutsch nicht leicht, die juristischen Texte mit ihren ganzen Fachbegriffen zu verstehen, aber auf englisch hatte es das Ganze noch mehr in sich! Die Dozentin war jedoch echt nett und ging alles Stück für Stück durch. Die Prüfungen sind auch so aufgebaut, dass das ganze machbar sein müsste und so war sogar dieser Kurs am Ende des Tages doch nur noch halb so schlimm. Nach der Uni ging es mal wieder ins kühle Nass und zum Volleyball, bevor wir abends noch wieder ins Woombye zogen. Jedoch war der Diskoabend für mich schon wieder gegen 1 zu Ende, schließlich hatte ich ja am nächsten Tag meine letzte Vorlesung. Trotzdem wurde es ein sehr schöner und lustiger Abend!
Der letzte Kurs dieses Semester, den ich am Freitag besuchte, versprach dann auch gleich der einfachste von allen zu werden. Hauptsächtlich geht es hier um Unternehmenswachstum durch Innovationen. Der Kurs wird begleitet von einem Planspiel, an dem wir online teilnehmen und eine gewisse Wachstumsrate erzielen müssen. Die Test bestehen dann eigentlich nur noch aus Erfahrungsberichten daraus. Der Dozent war ebenfalls wieder sehr nett und versprach alles zu tun, uns eine gute Note möglichst leicht zu machen. Sehr zufrieden ging es also um 11 Uhr schon wieder ab ins Appartment und dann wurde nur noch schnell gepackt – denn an diesem Wochenende sollte es ab gehen nach Brisbane bzw. zur Gold Coast / Surfers Paradise!
Davon dann mehr im nächsten Blog =o)
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