Die erste Nacht hier in meinem Appartment habe ich gut überstanden und auch viel geschlafen. Vom Jetlag keine Spur. Morgens gegen 10 bin ich dann aufgestanden, habe mich mit dem Mädel getroffen, das mir mein Linen Pack (Bettwäsche, Handtücher, Bürozeugs usw.) verkauft hat, getroffen, und anschließend im Zimmer Ordnung gemacht, den Rest ausgepackt, das Bett bezogen und ein paar Bilder von Freunden und Verwandten an die Wand gehängt, die ich aus Deutschland mitgebracht hab. Jetzt siehts im Zimmer schon viel gemütlicher aus!
Gegen Mittag bin ich dann zu Katie rüber, die im anderen Wohnheim, dem Varsity, wohnt. Ihr australischer Mitbewohner hat uns mit an den Strand genommen und so haben wir den Nachmittag dort verbracht und einfach ein bisschen relaxt. Ich war auch total beeindruckt, wie gut und durchtrainiert alle sind, die hier zu Hause sind. Im Sommer treiben die Australier so viel Sport an der frischen Luft, dass sie alle topfit sind. Richtig Dicke sieht man wahnsinnig selten. Auf den kleinen Wege zwischen dem Wohngebiet in dem auch mein Wohnheim steht, wimmelt es morgens nur so von Joggern, der Strand ist voll von Surfern, überall sind Beachvolleyball- und Tennisplätze. Wahnsinn!!!
Das Wohngebiet in dem das Wohnheim steht erinnert im Übrigen sehr stark an einen typisch amerikanischen Vorort. Kaum befahrene, breite Straßen mit einem Einfamilienhaus nach dem andern. Sie sind nur eingeschössig gebaut, häufig aus kleinen Steinen, mit riesigen Vorgärten und viel Bepflanzung. Die Häuser sind, da nur 1 Etage, oft recht groß in der Fläche. Es gibt großzügige Eingänge, oft sogar mit Treppe und Geländer, Säulen und Veranda. Oft sind auch die Garagen genauso groß wie das Haus ansich ^^. Die Zeitungen liegen vor der Tür, weil sie wie in Amerika vom Zeitungsjungen nur von der Straße aus zusammengerollt zum Haus geworfen werden. Die Grundstückspreise sollen hier sehr niedrig sein, da es genügend Land gibt und auch die Häuser sind echt erschwinglich. Kein Wunder also, dass man solche riesigen Wohngebiete vorfindet.
Am Sonntag Abend haben wir übrigens noch im Varsity gegrillt. Jedes der beiden Wohnheime hat mehrere Barbequie-Plätze. Obwohl ich relativ zeitig zu mir wieder gegangen bin, hat mich in der Nacht zum Montag dann jedoch doch der Jetlag erwischt und ich konnte einfach nicht einschlafen, schließlich war zu Hause ja noch hellichter Tag. Nur zwischen 4 und kurz vor 6 hatte ich ein wenig schlaf, bevor ich den Montag morgen mit einer kleinen Joggingrunde und einem anschließenden Sprung ins kühle Nass des Pools begonnen habe. Ich war auch nur wenige Meter zum Joggen unterwegs, als plötzlich mitten auf dem Weg ca. 5 bis 6 Känguruhs saßen! Ganz friedlich gucken die einen an. Ich war total begeistert! Auch die Wege zum Joggen sind total toll! Es gibt viele Parks und kleine bis mittlere Seen und die ganzen Wohngebiete mit ihren Einfamilienhäusern, zwischendursch schlängeln sich die Wege. Alles blüht und grünt und man fühlt sich einfach wie im Märchenland! Am Pool war natürlich morgens um die Zeit außer mir auch noch keiner, sodass ich ganz in Ruhe meine Züge durch das kühle Wasser nehmen und die Sonne sowie den tollen Blick auf die Uni genießen konnte. Da es hier keine Sommerzeit gibt, geht die Sonne bereits gegen 5 Uhr auf, aber schon gegen 19 Uhr wieder unter. Wennn mal also morgens 6 Uhr aufsteht, ist es schon ca. 25 Grad warm und die Sonne scheint! Ein paar Regengüsse haben wir zwar auch schon erlebt. Das sind jedoch nur kurze, aber dafür heftige Wärmeschauer, die schnell vorbeiziehen und auch gar nicht so schlimm sind, da der Regen so wunderbar warm ist.
Soviel also zu meinen Erlebnissen bis Montag morgen. Ich muss jetzt erst mal weiter zur Uni!
Liebe Grüße an alle zu Hause!!!
(Pics: Mooloolaba Beach und Strandpromenade & Hafen Mooloolaba)

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